BEWUSSTMACHUNG

Der wesentliche Aspekt hierbei beruht auf den jüngsten neurophysiologischen und psychologischen Erkenntnissen:

  1. Nicht bewältigte Situationen mit den entsprechenden Emotionen führen zu einer Art Abspaltung innerhalb unserer komplexen Seelenstruktur, womit sogenannte Teilpersönlichkeiten spezifische Erfahrungen und Verletzungen in sich tragen.
  2. Ähnlich wie in unserem physischen Körper gibt es auch in unserem psychischen Körper ein Abwehrsystem, welches uns schützen möchte. Dieses Schutz- und Abwehrsystem legt sich sprichwörtlich um Seelenerfahrungen, die uns einst verletzt haben und versucht alles dafür zu tun, dass solche oder ähnliche Verletzungen uns in Zukunft erspart bleiben.
  3. Das Bemerkenswerte dabei ist, dass wir uns meist weder daran erinnern können noch die damit verknüpften Emotionen direkt wahrnehmen und dabei der festen Überzeugung sind, dass wir solch eine Wunde nie gehabt haben bzw. damit abgeschlossen haben.
  4. Unser Körper speichert alles und bringt es eines Tages an die Oberfläche. Obwohl unser Schutz- und Abwehrsystem mental hervorragend arbeitet, können die emotionalen Wurzeln nicht auf Dauer verdrängt werden.
  5. Dies bedeutet, dass all unsere Reaktionshaltungen auf das Leben diesem Schutz- und Abwehrsystem zu Grunde liegen, welches seine Wurzeln in den entsprechenden Emotionen hat.
  6. Dies wiederum hat die Konsequenz, dass jegliche Arbeit bzw. Unterstützung im Krankheitsgeschehen, wenn sie denn wirklich die Wurzeln des Problems treffen und lösen möchte, nicht allein auf der physischen oder gar mentalen Ebene stattfinden darf.
  7. Psychotherapeutische Ansätze, welche nicht das psychoemotionale Immunsystem mit seinen Teilpersönlichkeiten berücksichtigt, werden mentale Einsichten mit mentalen Verhaltensänderungen nach sich ziehen. Hierbei wird uns lediglich das Problem bewusst, so dass wir auf der emotionalen Ebene immer weiter getriggert werden. Unsere Emotionen landen – ohne die notwendige Resonanz – auf dem Boden unseres Schutz- und Abwehrsystems, welches in seinen reaktiven Bemühungen verstärkt wird, Emotionen zu verdrängen oder zu kontrollieren.
  8. Werden wir nicht in die Lage gebracht, einstmalige Verletzungen und Gefahrensituationen von ähnlichen Situationen der Gegenwart zu differenzieren und lernen wir uns in unserer komplexen Wesensstruktur nicht kennen, werden wir weiterhin weitestgehend unbewusst in unseren Reaktionshaltungen (Blockaden) verstrickt bleiben, die Symptome nach sich ziehen.
  9. Heilung geschieht im jeweiligen Individuum selbst. Von außen kann dieser Prozess lediglich unterstützt werden. Wesentlich ist dabei, dass wir mit unserem Sein in all seinen Teilen, auf allen Ebenen, auf die notwendige Resonanz treffen, um uns darin selbst erkennen zu können, um all das, was in uns abgespalten ist, wieder anzunehmen und zu integrieren.

 

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Neu erschienen: Buch "Bio-Emotionale Medizin"